Tomaten gießen richtig gemacht

Mittwoch, 29. August 2018

Tomaten gießen richtig gemacht

Tomaten sind empfindlich, deshalb zeigen wir Ihnen hier, wie man sie richtig gießt.

Tomaten sind beim Anbau relativ einfach. Beim Gießen sind sie jedoch heikel. Das richtige Wässern ist bei Tomatenpflanzen Wissenschaft und Kunst zugleich.

Bewässerungstipps

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das richtige Wässern für Tomaten zu lernen. Viele machen das mittels Herumprobieren. Das geht ganz gut, es kann aber eine Zeit lang dauern, bis man sattelfest ist. Richtiges Gießen ist jedoch essentiell, denn sonst kann es zu unerwünschten Folgen kommen:

  • Krankheiten können begünstigt werden
  • weniger Früchte entstehen
  • das Wachstum wird gehemmt
  • die Resistenz der Pflanzen ist vermindert

Hier sind die wichtigsten Tipps:

Die Erde gießen

Tomaten darf man nur mit Wasser versorgen, indem man die Erde, in der sie wachsen, wässert. Gießen Sie niemals Wasser direkt über die Pflanze oder die Früchte (wenn es wirklich sein muss, dann vor dem Sonnenaufgang). Tropfen, die noch auf der Pflanze hängen, wenn die Sonne aufgeht, können diese verbrennen.

Langsames Gießen ist wichtig. Das Wasser sollte in der Erde verschwinden, bevor man wieder nachgießt. Die Erde sollte 15 bis 20 Zentimeter tief feucht sein. Das begünstigt das Wurzelwachstum.

Gießen Sie immer rund um den Stiel, in einigen Zentimetern Abstand, nicht den Stiel selbst. So bringt man die Wurzeln dazu, sich besser auszubreiten.

Mulchen

Mulch ist gut, denn er bietet einige Vorteile:

  • Er reguliert die Feuchtigkeit
  • gibt wichtige Nährstoffe an den Boden ab
  • fördert die Durchlüftung, wenn er locker mit der oberen Erdschicht vermischt wird.
  • Mulchen wir unsere Pflanzen gut, brauchen wir nicht so oft zu gießen, denn der Mulch schützt die Erde vor Verdunstung.

Wie oft sollte man gießen?

Das kann pauschal nicht beantwortet werden, denn es kommt auf die Temperaturen, die geografischen Begebenheiten ... an. Es kann sein, dass man seine Tomatenpflanzen mehrmals pro Tag gießen muss, oder nur ein bis zwei Mal pro Woche (in besonders feuchten Gebieten). Hier ist ausprobieren und überprüfen angesagt.

Tomaten sollte man nur wässern, wenn sie es wirklich brauchen. Die Wurzeln brauchen auch Luft, deshalb hilft es nicht, wenn wir sie in Wasser ertränken. Außerdem können durch zu viel Wasser wichtige Nährstoffe aus der Erde davongeschwemmt werden.

Am besten kontrolliert man einfach ein paar Tage am Stück, ob gegossen werden muss. Dann bekommt man ein gutes Gefühl dafür.

Ein wichtiger Indikator sind die Blätter: Hängen sie am Abend schlaff herab, braucht die Pflanze Wasser. Sieht die Pflanze während des Tages schlaff aus, ist das noch kein Grund zur Besorgnis. (Über den Tag ist das oft ein Schutzmechanismus, um die Fläche zu reduzieren, die in der Sonne ist, und so die Verdunstung zu verringern.) Wie gesagt, wichtig ist, wie die Pflanze am Abend, nach Sonnenuntergang, aussieht.

Trotzdem sollte man erst am nächsten Morgen gießen. Gießt man in der Nacht, können die ohnehin feuchteren Begebenheiten und die niedrigen Temperaturen Krankheiten begünstigen.

Womit sollte ich gießen?

Am besten mit klassischem Regenwasser. Das mögen alle Pflanzen am liebsten.

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