Was tun gegen verbrannten Rasen?

Dienstag, 01. Mai 2018

Was tun gegen verbrannten Rasen?

Ein schöner Sommer ist einfach etwas Wunderbares. Hohe Temperaturen, keine Wolke am Himmel, Kaiserwetter. Doch so schön die Sonne auch ist, sie strapaziert auch viele Pflanzen. Vor allem, wenn es wenig regnet (was im Hochsommer öfter passiert).

Dagegen kann sich selbst ein perfekter Rasen irgendwann nicht mehr wehren: aus saftig-leuchtendem, grünem Gras wird in kurzer Zeit ein staubiger Strohteppich. Dann heißt es Düngen, Gießen und Pflegen, damit es bald wieder grün leuchtet.

Düngen

Das perfekte Düngen eines Rasens ist ein wenig heikel, manche bezeichnen es sogar als eigene Wissenschaft. Sind die Wurzeln des Rasen aber noch nicht ganz verbrannt, gibt es spezielle Mittel zur Rasenregeneration. Bei der Anwendung solcher Mittel ist es wichtig, sich ganz genau an die Mengenangaben auf der Verpackung zu halten und den Dünger so gleichmäßig wie möglich zu verteilen.

Bewässern

Natürlich darf auch auf das Gießen nicht vergessen werden. Sonst nützt der ganze Dünger nichts. Zwei Schlagworte sind entscheidend: regelmäßig und sorgfältig. Für solche Fälle haben sich Rasensprenger bewährt. Diese bringen das Wasser gleichmäßig auf und ersparen viel Arbeit. Denken Sie jedoch daran, dass nur morgens und abends bewässert werden darf, sonst verbrennt man den Rasen noch mehr.

Abgestorbenes Material entfernen

Vertikutieren ist eine weitere Möglichkeit, den Rasen bei der Erholung zu unterstützen. Damit wird abgestorbenes Material entfernt, wodurch Wasser und Dünger besser zu den Graswurzeln gelangen. Verbrannter Rasen sollte eigentlich immer vertikutiert werden, denn das verbrannte Material ist irreparabel geschädigt und behindert in weiterer Folge neue Grashalme beim Wachsen. Für das Vertikutieren gibt es auch eigene “Rasen-Reparaturmischungen”.

Letzte Möglichkeit: neu aussäen

Haben all diese Maßnahmen nicht geholfen, bleibt nur noch eine Möglichkeit: man entfernt den abgestorbenen Rasen und sät neue Rasensamen aus. Das ist jedoch erst möglich, wenn der Hochsommer und damit die intensive Sonneneinstrahlung vorbei sind.

Nach dem Säen verteilt man die Samen am besten ein wenig mit einer Harke. Die Samen sollten aber an der Oberfläche bleiben, denn sie benötigen Licht für die Keimung.

Je nach Rasenart dauert letztere zwischen zehn und zwanzig Tagen. Betreten Sie während dieser Zeit niemals den keimenden Rasen. Nur Wasser darf die Keimlinge „berühren“.

Ist das frische Gras etwa zehn Zentimeter lang, sollte das erste Mal gemäht werden, wobei man nicht unter fünf Zentimeter abmähen sollte.

Ist einem das zu viel Arbeit, kann man sich natürlich auch einen Rollrasen anschaffen. Das ist der schnellste Weg zum saftigen Grün. Dafür muss aber zuerst der verbrannte Rasenbestand abgetragen und eine gleichmäßige Erdunterlage geschaffen werden. Und natürlich bleibt auch beim Rollrasen das Mähen nicht aus. ;-)