Gemüsegarten – planen fürs nächste Jahr

Dienstag, 16. Januar 2018

Gemüsegarten – planen fürs nächste Jahr

Momentan ist alles ruhig im Garten. Der perfekte Zeitpunkt, um sich mit der Planung für nächstes Jahr zu beschäftigen.

Die Bäume sind kahl, die Erde ist gefroren, vielleicht liegt draußen auch Schnee. Momentan ist alles ruhig im Garten, doch wir wissen alle, dass das nicht so bleibt. Die nächste Ernte kommt bestimmt. Deshalb ist jetzt die optimale Zeit, um mit der Planung für nächstes Jahr zu beginnen. Es geht darum, Fruchtfolgen im Gemüsebeet und bei Fruchtgehölzen zu durchdenken, die richtigen Standorte auszuwählen für Starkzehrer, welche Zwischenkulturen setzen wir zwischen den Hauptkulturen und überhaupt, welche Hauptkulturen sollen gesetzt werden?

Los geht die wilde Hirnarbeit. Mit Stift und Papier wird gebrainstormt. Anhaltspunkte bietet das vergangene Jahr: Wo haben wir was gepflanzt im Garten? Dieselben Pflanzen sollte man nicht an den gleichen Platz setzen. Diese brauchen die Nährstoffe, die dort aber schon im vorigen Jahr verbraucht wurden. Das hemmt z. B. das Wachstum von Petersilie. Oft sind sogar drei Jahre Standortpause notwendig, damit eine Pflanze am gleichen Ort wieder gut wächst. Weitere Pflanzen, die man nicht an den gleichen Platz setzten solle sind Erbsen, Zwiebeln und Gurken.

Dasselbe gilt für:

  • Rosen
  • Obstbäume: Apfel, Pflaumen, Zwetschgen, Birnen, Kirsche
  • Himbeersträucher

Auch diese mögen es gar nicht, wenn sie an denselben Ort nachgepflanzt werden, wo schon die Vorgänger gestanden sind.

Fruchtfolge für besten Ertrag

Eine natürliche Fruchtfolge im Garten sollte mindestens drei Jahre dauern. Dabei teilt man die Pflanzen in Schwach-, Mittel- und Starkzehrer — je nachdem, wie viele Nährstoffe und vor allem Stickstoff die einzelnen Pflanzen benötigen.

Wenn die Lage und die Sonneneinstrahlung nicht dagegen sprechen, kann man jedes Jahr einfach wandern. Wo letztes Jahr die Starkzehrer wuchsen, sind es dieses Jahr die Mittelzehrer und im nächsten Jahr die Schwachzehrer.

Optimalerweise nimmt man noch Gründüngung dazu zu diesen drei Typen. So kann sich also jedes Jahr ein Viertel des Gartens perfekt erholen und neue Nährstoffe aufbauen.

Hier finden Sie detaillierte Infos zur Fruchtfolge.

Haupt- und Zwischenkulturen

Auch dieses Thema ist wichtig und sollte, will man das Maximum an Ertrag aus dem Gemüsegarten holen, gut geplant werden. Dann sind zwei bis drei Ernten jedes Jahr möglich. Da, wo im Frühling Tomatenpflänzchen sprießen sollen, kann vorher Salat gedeihen. Der ist nämlich schon lange geerntet, wenn die Tomaten reif sind. Auch Radieschen lassen sich gut zwischen andere, noch kleine Gemüsepflanzen säen.

Nähere Infos zu Mischkulturen finden Sie auch hier.